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    Michael Freimuth
      Laute und Guitarre
Vita

Es handelt ich hierbei um ein 13-chöriges Instrument
von Antony Posch, das von Steffen Milbradt, Meißen, 2004 restauriert wurde.
Ein Bericht über die Restaurierung ist erschienen in „Laute und Theorbe, Symposium im Rahmen der 31. Tage Alter Musik in Herne 2006”,
Verlag Katzbichler, München – Salzburg 2009

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Von September 2010 bis Januar 2011 fand im
Musikinstrumenten-Museum Berlin eine beachtenswerte Austellung über die Gitarre statt. Über 160 Instrumente aus verschiedenen Epochen, die sonst zum großen Teil im Magazin lagern, wurden über mehrere Monate in anschaulicher Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für den Audioguide und die CD zum Katalog spielte Michael Freimuth auf sechs verschiedenen historischen Gitarren Musikbeispiele ein. Zu hören sind u.a. Stücke von Santiago de Murcia auf einer Barockgitarre von 1759, Diabelli auf einer Staufer-Gitarre, sowie die Mertz-Bearbeitung von Schuberts „Ständchen“ auf einer 9-saitigen Gitarre in Bogenform von Friedrich Schenk.
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Franz Schubert „Die Winterreise“ von Wilhelm Müller
Instrumente:
Gitarre 9-saitig, anonym, Frankreich 19.Jahrh.
Terz-Gitarre 9-saitig, Georg Tiefenbrunner, München ca.1860

Das Singen von Liedern zur Gitarre erfreute sich im Wien des frühen 19.Jahrhunderts großer Beliebtheit. Belegt ist dies durch die große Anzahl überlieferter handschriftlicher und gedruckter Lieder dieser Zeit. Allein im Verlag Anton Diabelli erscheinen mehr als 350 der „beliebtesten Gesänge mit Begleitung der Guitarre“, darunter auch etliche Franz Schuberts. Der gesamte Zyklus der „Schönen Müllerin“ sollte mit „Guitarre-Begleitung“ erscheinen, wozu es aber wohl nicht kam. Aus Schuberts „Winterreise“ gibt es aus der damaligen Zeit nur „Die Post“ in einer Bearbeitung von C. J. Mertz (nach 1842).

Beim Bearbeiten der Winterreise für Gitarre stößt man unweigerlich aufgrund der Tonarten und des musikalischen Satzes schnell an die Grenzen des Instruments. Deshalb bedient sich die vorliegende Einrichtung zweier grundlegender Hilfen. Zum einen der Gebrauch einer sogenannten Terzgitarre, also einer Gitarre, die eine kleine Terz höher gestimmt ist als normal. Solch ein Instrument war gebräuchlich, sowohl in der Solo-, als auch in der Kammermusik. Mauro Giuliani schrieb ein Konzert für Terzgitarre und Orchester. Die Terzgitarre erleichtert das Spiel in den B-Tonarten und erweitert den Tonumfang nach oben.

Die andere Hilfe ist der Einsatz von Gitarren mit zusätzlichen Bass-Saiten. Diese Instrumente waren vielleicht nicht so häufig anzutreffen, doch gibt es etliche Hinweise und originale Instrumente. Schon der Gitarrist Simon Molitor schreibt 1806: „Eine Vermehrung der Guitarre mit drey oder wenigstens zwey Baßsaiten, welche nach der Tonart gestimmt werden könnten, würde dem Instrument sehr wohl thun.“ Spätere Gitarristen wie L. Legnani, N. Coste und C. J. Metz spielten bis zu 10-saitige Gitarren. Dass Arrangements der Schubertschen Lieder nicht immer leicht waren, beschreibt eine Anzeige aus dem Frankfurter „Allgemeinen Musikalischen Anzeiger“ vom 30. Sept. 1826: „Franz Schuberts Gesänge mit Guitarre-Begleitung. 21Stes Werk. Wien bei Sauer u. Leidesdorf. 12.gr. Drei gute Gesänge für eine Bassstimme. Die Begleitung ist zuweilen schwierig.“

So stellt auch die Bearbeitung der Winterreise hohe Anforderungen an den Begleiter, jedoch in einer Weise, wie sie auch zu Schuberts Zeiten möglich gewesen wäre.

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Michael Freimuth gehört zu den gefragten Lautenisten,
sowohl als Solist wie auch als Begleiter und Continuospieler.

Auftritte mit Laute, Theorbe und Barockgitarre in den bekannten
deutschen Barockorchestern.
März 2011 USA-Tournee mit der Akademie für Alte Musik, Berlin.

Seit mehreren Jahren enge Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Ivor Bolton, unter dem er in den Opernhäusern München, Paris, London,
Amsterdam und bei den Salzburger Festspielen auftrat.

2010 spielte er die Johannespassion mit dem Gewandhaus-
orchester unter R. Chailly, Monteverdis Marienvesper mit dem
RIAS Kammerchor und das Weihnachtsoratorium in der Leipziger Thomaskirche mit dem Thomanerchor.

Zahlreiche CDs spiegeln die künstlerische Tätigkeit wider,
wie zum Beispiel Aufnahmen der Lieder Johann Friedrich Reichardts
mit Hans Jörg Mammel, Lieder von Petr Eben mit Magdalena
Kožená,
oder auch die Beteiligung am Wiegen- und Volksliederprojekt des SWR, Carusverlag.


Für den Audioguide und Katalog der Ausstellung
„Faszination Gitarre“ des Berliner Musikinstrumenten-Museums spielte Michael Freimuth Tonbeispiele auf verschiedenen historischen Gitarren der Sammlung ein.

Schwerpunkte sind jedoch die Beschäftigung mit der Barocklaute und den Werken von Sylvius Leopold Weiss und J.S. Bach -
eine Solo-CD mit bislang unbekannten Werken von S. L. Weiss,
gespielt auf einer originalen Laute von 1740, liegt vor;
sowie Bearbeitungen von Liedern der Schubertzeit auf zeitgenössischen
Gitarren.
Zuletzt entstand eine Fassung des gesamten Zyklus der „Winterreise“
von Franz Schubert für 9-saitige Gitarre.

Mitherausgeber des Faksimile-Bandes „Lautenmusik aus Schloss Rohrau“, Werke von S.L. Weiss.

Seit 2008 unterrichtet Michael Freimuth am Hamburger Konservatorium.

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